Existierst du nur, oder lebst du schon?

„Die richtige Funktion des Menschen besteht darin zu leben, nicht zu existieren. Ich werde meine Tage nicht damit verschwenden, sie zu verlängern. Ich werde meine Zukunft nutzen.“

Wer schon im neuen James Bond Film war, der kennt diese Worte. Ursprünglich könnten sie auch von Jack London gewesen sein, ihm wird dieses Zitat zugeschrieben.

Mich haben diese Worte sehr berührt. (Keine Angst, ich werde jetzt nicht spoilern!)

Immer wieder stand ich in meinem Leben vor Situationen, in denen ich das Gefühl hatte, nur zu existieren und zu funktionieren, nicht zu leben.

Zum ersten Mal bereits als Kind. Mit 12 Jahren war ich von einem Tag auf den anderen fast komplett alleinverantwortlich für meine beiden jüngeren Geschwister.

Damals fragte niemand danach, wie ICH mein Leben als Teenager gern gestalten würde.

Aus der Schule kommen, die Geschwister aus dem Kindergarten abholen, Essen warm machen, auf die Geschwister aufpassen und nebenher noch irgendwie gut in der Schule sein. Später auch noch dafür sorgen, dass die Geschwister in der Schule zurechtkommen.

Zum Glück hatte ich die Zuflucht in die Musik – und wahnsinnig nette Lehrer, die mir finanziell entgegen kamen, z.B. mit Unterricht gegen Babysitting (das beherrschte ich natürlich WIRKLICH gut). Ohne diese Menschen hätte ich später niemals Musik studieren können, ich bin ihnen unendlich dankbar.

In und mit der Musik lebte ich, das war mein Raum, den niemand ohne meine Erlaubnis betreten konnte, meine Meditation, wenn ich das damals auch noch nicht wusste.

Und ich hatte Freunde, die mich unterstützten und auch so manche Träne mitbekommen haben. Besonders eine dieser Freundschaften hält bis heute, bombenfest, durch dick und dünn, durch alle Wirrungen und Irrungen des Lebens.

So konnte ich meine Zukunft nutzen – und Musik studieren. Ein Studium, das ich unendlich genossen habe. Das wiederum ist eine Zeit, in der ich vollkommen gelebt habe. Bis heute fühle ich mich absolut lebendig, wenn ich daran zurück denke.

So gibt mir auch die Vergangenheit das Wissen und den Glauben an das pure Leben.

Was ich mit den Jahren festgestellt habe: in Phasen, in denen ich die Dinge mache, die ICH für MICH für richtig und wichtig halte, fühle ich mich IMMER lebendig.

Im Musikstudium, Heirat und Kinder kriegen (liegt bei mir nur einen Monat auseinander) und immer wieder auch in intensiven Lernphasen.

So auch gerade jetzt wieder: ich mache in den nächsten 6 Monaten eine Ausbildung zum Deep O.C.E.A.N. Coach und zum Hypnosecoach. Seit Ende letzter Woche arbeite ich die Vorbereitungsmaterialien durch.

Ich freue mich riesig auf diese Ausbildungen, finde die Themen mega-interessant und LEBE.

Ich habe immer gern gelernt (außer Latein). Das lässt mich fühlen, wie unendlich viel mehr an Wissen da in der Welt auf mich wartet. Ich sauge es auf wie ein Schwamm und fühle mich einfach lebendig.

Ich wünsche auch euch, dass ihr etwas habt – eine Aufgabe, einen Menschen, ein Ziel, was auch immer es ist – das euch leben lässt!

Eure Daniela

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