Mein persönlicher Winterschlaf

Ist möglicherweise ein Bild von eine oder mehrere Personen und Text „Die Natur ist klüger als der Mensch- im Gegensatz zu ihm gönnt sie sich feste Ruhezeiten. Lilli U. Kreßner Text/Foto©LilliU.Kreßne Kreßner Text/Foto“

 

Dieser Satz von Lilli U. Kreßner hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. (Gefunden habe ich ihn hier: https://www.facebook.com/Lillis-Autorenseite-228922347230012)

Außerdem habe ich gestern meine 4 Unken in den Kühlschrankwinterschlaf geschickt. Jetzt sehe ich sie für zwei Monate nicht mehr.

So schade ich das finde, sie brauchen diese Ruhezeit, um ihren natürlichen Rhythmus zu haben, ohne den sie sich nicht einmal vermehren könnten. Mit Winterschlaf kommt es immer mal wieder vor, dass wir um Pfingsten herum Kaulquappen im Aquaterrarium finden.

Jetzt sitzen sie in einem Miniaquaterrarium im Kellerkühlschrank, den wir nur sehr selten öffnen, und träumen vom nächsten Frühjahr, wenn sie wieder in ihr extrem geräumiges Aquaterrarium umziehen.

 

Geschäftiges Tun

So wie die Unken in der freien Natur immerwährend mit der Futterjagd beschäftigt sind, so geschäftig war auch mein letztes Jahr.

Ich habe sehr viel gearbeitet. Sowohl für meinen „regulären“ Beruf in der Krankenhausschule, als auch für meine Selbstständigkeit als Lerncoach.

Ich habe viel hinzu gelernt: Wie funktioniert Werbung machen? Was ist für mich das Richtige, was mache ich auf keinen Fall mehr? (Wobei da der Lernprozess noch lange, lange nicht abgeschlossen ist!)

Ich habe die Ausbildung zum zertifizierten Hypnosecoach und zum zertifizierten Deep O.C.E.A.N.® Coach begonnen und erfolgreich abgeschlossen, meine Taijitrainerausbildung weiter verfolgt, und ganz für mich alleine auch noch etwas Chinesisch gelernt.

       

 

Ich habe meinen Unterricht vorbereitet, was für mich im Moment doppelt aufwändig ist, da ich ja fast nur fachfremd unterrichte. Das heißt, dass ich Fächer unterrichte, die ich nicht studiert habe. Das hat einerseits den Nachteil, dass ich wirklich lange Zeit für die Vorbereitung brauche, andererseits hat es für meine Schüler den echten Vorteil, dass ich oft die gleichen Fragen habe wie sie und diese schon im Vorfeld kläre, so dass ich mir so manches Mal besser vorbereitet vorkomme als in meinen studierten Fächern, wo für mich alles so selbstverständlich ist.

 

Ausgelaugt

Ich liebe alle diese Dinge, die ich zur Zeit mache.

In der Krankenhausschule fühle ich mich endlich in meinem Lehrerdasein angekommen, weil ich das Gefühl habe, wirklich individuell auf meine Schüler eingehen zu können , sodass sie den größtmöglichen Nutzen daraus ziehen.

Für das Coaching gilt genau das Gleiche. (Dazu auch: https://holz-lerncoach.de/ „Was ist mein Ziel?)

Einzig die Werbung fällt mir noch schwer, das bin ich nach 25 Jahren Beamtendasein einfach nicht gewohnt. Und doch ist es ein neues Lernfeld, bei dem ich einfach auch aus meiner Komfortzone heraustreten muss. Im Moment ist das für mich vor allem eine interessante Erfahrung, hoffentlich wird es irgendwann in meinem Kopf und in meinem Geschäft einfach ein Selbstläufer, sodass ich mich dann wieder anderen Lernfeldern widmen kann. Als Coach weiß ich ja inzwischen zum Glück sehr gut, wie ich mit den Glaubenssätzen rund um das Thema umgehen kann, damit sich eine positive Entwicklung einstellt. Warum das in den letzten Jahren Gelernte nicht auch mal für mich selbst einsetzen?

Und doch merke ich, dass ich gerade im Moment müde bin. Ausgelaugt von einem für mich wilden Jahr.

Ich komme mir vor wie ein Eichhörnchen, das wie wild Vorräte für den Wintern gesammelt hat, herumgesprungen ist, solange es das Licht zuließ, und sich jetzt von diesen Strapazen erholen muss.

 

Winterruhe

Ich werde es dem Eichhörnchen gleich tun und mich für eine Weile in meinen Kobel zurückziehen und mich ausruhen.

Bis zum 3. Januar keine Schule, kein Coaching und vor allem kein Social Media. Denn tatsächlich ist es letzteres, was mich vor allem schlaucht. Ich brauche Ruhe, um meine eigenen Gedanken zu sortieren, ohne dass die Gedanken von tausenden anderen Menschen mich in meinem Denkprozess stören. Ruhe, um mich mit meiner Familie und mit meinen engsten Freunden auszutauschen, ohne daran denken zu müssen, dass ich gleich wieder an den Computer muss. Zeit zum Träumen, denn aus Träumen entstehen Visionen und Ziele, für die es sich zu arbeiten lohnt.

Tatsächlich werde ich Facebook bis zu dritten Januar komplett von meinem Handy deinstallieren und alles andere auf stumm stellen, ohne Benachrichtigungen, die auf meinem Handy aufploppen. Denn auch das stresst ungemein.

Ich werde spazieren gehen, wenn es möglich ist auch Langlauf fahren, ich werde endlich mal wieder Musik machen und lesen.

Das ist die Winterruhe für meine Seele. Zwar nur kurz, und doch so notwendig für mein privates wie berufliches Weiterkommen.

 

Gestärkt ins Neue Jahr

Nachdem ich durch all die oben genannten selbst verschriebenen Maßnahmen wieder in meine Kraft gekommen bin, werde ich das Neue Jahr gestärkt beginnen und dann alle die Projekte in Angriff nehmen, die ich mir in der ersten Januarwoche vornehme. Da werde ich nämlich, solange die Schule noch nicht wieder begonnen hat, eine Planungswoche einlegen, in der ich herausfinden werde, was ich im kommenden Jahr WILL, was davon REALISTISCH ist und was von der Menge her MACHBAR ist.

Am Ende soll ein erfüllbarer Plan stehen. Wie dieser Plan auf Papier genau aussehen wird, das weiß ich jetzt noch nicht. Davon lasse ich mich am Ende der Woche selbst überraschen. Es wird auf jeden Fall eine schriftliche/graphische Darstellung geben, damit ich mir meine Ziele im wahrsten Sinne des Wortes immer wieder vor Augen führen kann. Das ist ungemein wichtig, schon allein, um die Punkte nach und nach abhaken zu können. Kennst du das unglaublich befriedigende Gefühl, erledigte Dinge wirklich abhaken zu können. Mich motiviert das ungemein!

Kurzer Abschied

Deswegen verabschiede ich mich bis zum 3. Januar. Ich nehme mir ein Beispiel an der schlauen Natur, die so vieles besser macht als wir Menschen.

Ich wünsche allen ein ruhiges, zufriedenes Weihnachtsfest und ein 2022, das hoffentlich wieder mehr in Richtung normales Leben geht und in dem alle Menschen einige ihnen wichtige Ziele erreichen und ein paar ihrer Wünsche verwirklichen können (nicht alle Ziele und Wünsche, es muss ja auch noch etwas für folgende Jahre übrig bleiben!)

Bleibt alle gesund!

Eure Daniela

 

 

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