Endlich Deep O.C.E.A.N.© Coach

Ich habe es geschafft

Letzten Dienstag war es soweit, ich hatte meine Deep O.C.E.A.N.© Prüfung und darf mich ab jetzt Deep O.C.E.A.N. Coach nennen und vor allem auch als solche arbeiten.

Der Weg dorthin war für mich eine interessante Erfahrung in mehrerer Hinsicht, doch ich will von vorne erzählen.

 

Die Neugier wird geweckt

Am Anfang des Jahres bin ich in eine Deep O.C.E.A.N.© Masterclass gerutscht. Ich weiß ehrlich nicht mehr, wie ich darauf gestoßen bin. Ich interessiere mich einfach ganz allgemein für das Thema Coaching und dachte wahrscheinlich: „Mmmhh, hört sich interessant an. Da will ich mehr drüber erfahren.“ (Den YouTube Beitrag zur Masterclass findest du hier: https://www.youtube.com/watch?v=Kcb70aTETSE&ab_channel=AlexanderHartmann)

Wie ich später durch mein Deep O.C.E.A.N.© Modell erfahren sollte, ist das ganz typisch für mich, weil ich in der Ausprägung Erleben sehr hoch liege. Das heißt, dass ich gerne neuen Input habe, immer wieder ganz neue Dinge erfahren und lernen will.

Was ich dann in dieser Masterclass über das Deep O.C.E.A.N.© Coaching erfahren habe, hat mich sofort in den Bann gezogen. Und so habe ich mich noch am gleichen Abend zur Ausbildung angemeldet. Übrigens auch typisch, Enthusiasmus hoch – führt oft zu Spontankäufen, die ich hinterher bereue, dieser Spontankauf war genau richtig, und ich habe ihn noch keinen Moment bereut.

 

Der erste Schritt

Unter einer guten Coachingausbildung verstehe ich, dass ich alles, was ich dort lerne, am eigenen Leib erfahre. Das war schon bei meiner Lerncoaching-Ausbildung bei Genialico© (https://www.genialico.de/) brillant und sollte sich auch hier als bewährtes und durchgängiges Konzept erweisen.

Also füllte ich als allerersten Schritt den Fragebogen zu meinem persönlichen Modell aus. Der Fragebogen ist natürlich standardisiert. Erstaunlich ist, dass jeder, wirklich jeder, hinterher ein komplett eigenes Modell in der Hand hält.

Als nächstes kam das sogenannte Debrief. Hier bespricht ein Deep O.C.E.A.N.© Coach dein ganz eigenes Modell mit dir, erklärt dir deine Ausprägungen und beantwortet natürlich auch Fragen. Ich hatte mein Debrief mit Tim und wir hatten megaviel Spaß miteinander. Dank seiner Erklärung konnte ich auch mit Ausprägungen gut umgehen, die im ersten Moment schockierend sind. Denn Fakt ist: Jede Ausprägung, ob hoch, tief oder in der Mitte gelegen, hat ihre Vor- und Nachteile. Es ist kein Quartettspiel – höher, schneller, weiter.

Bei mir liegt zum Beispiel die Ausprägung Fleiß sehr niedrig. Das heißt nicht, dass ich faul in der Ecke liege. Mit meinem hohen Erleben und meinem hohen Enthusiasmus bin ich immer viel beschäftigt. Es heißt, dass ich bei langfristigen Zielen manchmal ein Thema damit habe, den Weg dahin durchzuhalten und das Ziel zu erreichen.

Was mache ich? Ich suche mir kreative Wege, um mit möglichst wenig Arbeit möglichst schnell zum Ziel zu gelangen. Andere nennen das Kreativität.

So hat jede, wirklich jede(!!!) Ausprägung Vor- und Nachteile. Deswegen finde ich es so richtig und wichtig, dass ein Coachee nicht einfach nur das Ergebnis schriftlich und ohne weitere Erklärung vor den Latz geknallt bekommt, sondern die Mindestanforderung des Deep O.C.E.A.N.© Institutes ist, dass jeder Coachee, der sein Modell haben will, das Debrief automatisch mitgeliefert bekommt, mit einem lebendigen, mitfühlenden Menschen.

 

Weiter geht die Reise

Bevor wir das Kick-Off Wochenende hatten, sollten und konnten wir uns schon in der Online-Academy vorbereiten. Das hatte den Vorteil, dass wirklich ALLE schon einmal die Basics gehört hatten, die dann beim Wochenende vertieft und geübt werden sollten.

Manchmal kam ich mir wieder vor wie in meinem Pädagogikstudium in der Uni. Und da ich meine Studienzeit wirklich einfach genossen habe, habe ich auch diese Theorieeinheiten extrem genossen. Da fühlte ich mich gleich 30 Jahre jünger!

Für diesen Theorieanteil ist vor allem Dr. Frederik Hümmeke (https://huemmeke.com/) verantwortlich, der als Neurowissenschaftler mit im Team ist. Und bei ihm ist Theorie alles andere als trocken. Sie ist leicht verständlich und macht Spaß!

Neben diesem Theorieanteil ging es auch schon in der Vorbereitung um das Coaching: Was bedeutet Coaching, welche Grundhaltung hat man dem Coachee gegenüber.

Durch die ganze Ausbildung hindurch gezogen hat sich die respektvolle Einstellung dem Coachee gegenüber. Da sitzt in erster Linie ein Mensch, der etwas aus sich und seinem Leben machen will. Wie er das macht, das hat er in erster Linie selbst zu verantworten. Wir können ihn ein Stück weit führen, ihm Klarheit verschaffen, ihn auch mal fragen: was ist aus den Zielen der letzten Woche geworden? ER oder SIE muss den Weg selbstverantwortlich gehen, mit allem, was dazu gehört.

Für mich ist dieser Respekt dem Coachee gegenüber das wichtigste Coachingprinzip überhaupt. Ich bin kein Lehrer mit mahnend hochgehaltenem Finger (hoffentlich auch da nicht, wo ich ja nunmal tatsächlich Lehrerin bin), ich bestrafe und Urteile nicht. Ich begleite und unterstütze den Weg, den der Coachee sich selbst auswählt.

 

Das Kick-Off Wochenende

Und dann kam das Kick-Off Wochenende. Ich hab mich wirklich unglaublich darauf gefreut, vor allem, weil ich in Präsenz in Fellbach dabei war. Nach den ganzen Lockdowns ein ungeahntes tolles Lebensgefühl. Übrigens: Enthusiasmus hoch braucht derartige soziale Happenings, das hat nichts, wie ich vorher dachte, mit dem Rheinländer in mir zu tun, sondern genau mit dieser Ausprägung.

Hier wurde die Theorie vertieft, das Debrief geübt, geübt, geübt, verschiedene Psychodynamiken (das heißt: wie wirken sich die Ausprägungen innerhalb einer Person untereinander aus) und Soziodynamiken (wie wirken sich die Ausprägungen verschiedener Personen innerhalb einer Gruppe aus) gemeinsam analysiert usw. usf.

Ein langes, anstrengendes, megatolles Wochenende!!!

 

Und dann noch die Nachbereitung

Nach diesem unglaublich intensiven Wochenende haben wir uns jeden zweiten Dienstag mit mindestens einem der drei Dozenten (Frederik, Vanessa und Alexander) via Zoom getroffen. Plus viele Stunden Videos zum Durcharbeiten.

Das hieß nochmal extrem viel Input UND Übung zu verschiedenen Coachingtools. So konnten wir es jetzt auch online üben, was in unserer vernetzten Welt immer von Vorteil ist.

Außerdem haben sich hier nochmals Kontakte quer durch den deutschsprachigen Raum gebildet, so dass wir uns nebenher auch noch zum Üben getroffen haben.

Einfach toll, wenn so viele am gleichen Strang ziehen und sich dabei vor allem auch noch gegenseitig derartig unterstützen.

Je näher der Tag der Prüfung rückte, umso nervöser wurden natürlich alle. Und hier war es für mich unglaublich wertvoll, dass ich inzwischen als Lerncoach so viel übers Lernen und über den Umgang mit Prüfungsangst weiß. (Wer dazu von mir mehr lesen will: https://holz-lerncoach.de/lerncoaching/) Endlich konnte ich das alles nicht nur für den „Privatgebrauch“ wie beim Chinesisch lernen nutzen, sondern auch mal wieder für eine echte, mir ungeheuer wichtige Prüfung.

Das ist eine Erfahrung, die jeder, der mit Lernenden zu tun hat (auch Lehrer und Eltern) immer mal wieder machen sollte, um nicht zu vergessen, wie das ist.

 

Der Tag der Prüfung

Und dann kam der Tag der Prüfung – und ausgerechnet an diesem Tag versagte Zoom vollkommen!

Vanessa und Alexander, ich habe euch bewundert! Die Breakoutsessions, in der wir mit freiwilligen externen Coachees jeweils ein Debrief machen sollten, wollten einfach nicht aufgehen. Da saßen die beiden, mit ca. 40 Coaches und 40 Coachees und nichts ging.

Wir haben den Zoom-Raum gewechselt, dieses versucht, jenes versucht – Fehlanzeige. Irgendwann hatte jemand herausgefunden, dass Zoom gerade ein weitflächiges technisches Problem hat.

Auch hier konnte ich wieder meine eigenen Techniken zum Ruhigbleiben anwenden. Und als ich dann nach ca. 2 Stunden zu den glücklichen zählte, die ihr Debrief machen konnten, war ich trotz allem wirklich entspannt. Das wäre vor einigen Jahren für mich sicher noch ganz anders und viel stressvoller abgelaufen.

 

Mit Erfolg gekrönt

Langer Rede kurzer Sinn: ich habe trotz aller Widrigkeiten bestanden und bin jetzt „Zertifizierter Deep O.C.E.A.N.© Coach“.

Ich freue mich riesig, weil damit mein Coaching für alle, vor allem auch für erwachsene Lerner, noch einmal auf ein ganz anderes Level gehoben worden ist.

Wer sein Persönlichkeitsmodell kennt, der kann besser Muster und Wege finden, sein Ziel zu erreichen. Und dabei kann ich dem Lernenden jetzt ganz gezielt helfen, um diese Muster und Wege so weit wie es nur geht zu optimieren.

 

 

Ich freue mich auf diese neue Dimension des Coachens!

Eure

Daniela

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