Die Macht der Worte

Weißt du noch…

… wie du dir als Kind vorgestellt hast, dass du eine Superheldin / ein Superheld bist, und schwupps, du warst es wirklich?

Und dann kam ein (dummer) Erwachsener an und sagte: „Das ist alles Quatsch, mach was Gescheites.“

Wenn du Glück hattest, dann warst du wie Calvin von „Calvin und Hobbes“ und hast dich nicht darum geschert, was die Erwachsenen sagen. Die haben doch eh keine Ahnung, oder?

Und leider war es oft so, gerade wenn ein dir wichtiger Erwachsener so etwas gesagt hat, dass deine selbst kreierte Welt verschwunden ist und du dich den vermeintlich wichtigen Dingen des Lebens zugewandt hast.

 

Was wäre wenn…

… ein wissender Erwachsener gesagt hätte: „Voll toll, du bist ein Superheld und kannst alles, was du nur willst!“

Du wärest durch den restlichen Tag und vielleicht sogar durch dein restliches Leben mit dem festen Wissen gegangen: ich kann alles!

Worte können Welten erschaffen. Das merkst du spätestens, wenn du dich in ein richtig gutes Buch vertiefst und die Welt des Buches vor deinem inneren Auge entsteht, du mitfühlst und leidest, ja, wenn du förmlich riechen und schmecken kannst, was in dem Buch beschrieben wird.

Mir ging das beim Herrn der Ringe so, weswegen ich auch nie die Filme angesehen habe, weil ich Angst hatte, dass meine Welt, die ich mir erschaffen habe, dabei kaputt gemacht wird.

Und Worte können Welten zerstören. Sag zu einem Kind, das Geige lernt (was sich am Anfang IMMER schrecklich anhört): „Uh, das Gekratze soll Musik sein?“, und das Kind wird sich sein ganzes Leben lang für unmusikalisch halten und nie wieder ein Instrument anfassen.

Fünf Worte, die vielleicht eine brillante Musikerkarriere zerstört haben, oder zumindest die Freude am eigenen Musizieren.

 

Stell dir vor …

… du könntest dir deine Superkräfte wieder zurückholen. Dann könntest du dich auch jetzt, als erwachsener Mensch, wieder wie eine Superheldin / ein Superheld fühlen. Ganz so wie die Frau im Titelbild dieses Blogs.

Das geht nicht? – Doch, das geht.

Und auch hier wirkt wieder die Macht der Worte.

Wie das konkret WIRKLICH funktionieren kann, habe ich am Wochenende erfahren dürfen. Ich habe ein Seminar zum Hypnosecoach bei Alexander Hartmann in Präsenz machen dürfen (https://www.alexanderhartmann.de/system23/).

Hierbei geht es um ernstzunehmende Hypnose, die im Coaching eingesetzt wird, um Menschen zu helfen. Was dort passiert, kann man neurowissenschaftlich erklären. Hypnose, die eingesetzt wird, um das Publikum zu amüsieren und den, der hypnotisiert wird, bloß zu stellen, ist absolut abzulehnen.

 

Einer der Teilnehmer am Seminar sagte zur Frage: „Was ist Hypnose?“ –

Die Kommunikation mit dem Unterbewusstsein.

Wir haben gelernt, wie wir durch unsere Führung mit Worten dem Hypnotee einen Zugang zu seinem Unterbewusstsein ermöglichen können. (Bei den Teilnehmern online wirklich NUR Worte, denn sie konnten einander ja schlecht anfassen) .

Wenn das Bewusstsein die Spitze eines Eisberges ist, dann ist das Unterbewusstsein das Eis, das unter der Oberfläche zu finden ist!

Und genau wie bei einem Eisberg gilt: der Teil unter der Oberfläche ist viel größer als der Teil über der Oberfläche.

UND du kommst viel schwieriger an ihn heran. Deswegen nimmst du ihn meist auch weniger wahr.

Oft erst dann, wenn die Katastrophe schon da ist, wie bei der Titanic.

Die Worte müssen sehr gezielt gewählt werden. Denn wie du an den oberen Beispielen gesehen hast, können Worte eine extrem zerstörerische Wirkung haben.

 

Entspannt, nicht weggetreten

Zunächst führt man den Hypnotee mit Worten in eine tiefe Entspannung.

Es ist ein Gerücht, dass man bei einer Hypnose völlig weggetreten ist. Eher im Gegenteil. Der Geist arbeitet aktiv mit, bekommt alles um sich herum mit, und wenn der Hypnotee sich gegen eine Technik wehrt, dann wird diese 100%ig nicht funktionieren.

Alexander hat uns gezeigt, dass Hypnose sogar ohne lange Entspannung im Vorhinein funktioniert, während er sich mit dem Hypnotee unterhält!

Und doch geht es natürlich in einem entspannten Zustand leichter, weil der Zugang zum Unterbewusstsein dann direkter ist.

In dieser Entspannung kann der Hypnotiseur mit dem Hypnotee zusammen dessen Themen angehen. Wichtig ist das Zusammen.

Wie auch in jeder guten Coachingsitzung arbeitet der Coachee aktiv mit, in diesem Fall das Gehirn des Coachees. Es geht nichts gegen den Willen des Hypnotees (denn er ist ja entspannt und doch hellwach) und auch nichts ohne die aktive Mitarbeit seines Gehirns!

Der Hypnotiseur führt mit seinen gewählten Worten den Weg, gehen muss der Hypnotee ihn selbst!

 

Das Gehirn strukturiert sich um

Während des Prozesses, den Hypnotiseur und Hypnotee zusammen anstoßen, strukturiert sich das Gehirn um.

Stell dir vor, ein Wassertropfen höhlt in Jahrhunderten einen Stein aus. Das sind die Gewohnheiten, die sich durch wiederholtes Tun eigeschliffen haben. Jetzt kommst du mit einem Steinbohrer und machst woanders in minutenschnelle ein Loch. Das ist die neue Gewohnheit, die durch Hypnose entstehen kann. Noch tiefer als das alte Loch, das dadurch ausgelöscht wird.

Deswegen kann Hypnose so wirksam sein bei alten Angewohnheiten, wie z.B. dem Rauchen!

Und sie ist wirksam bei Ängsten. Alexander hat uns das sehr eindrücklich mit einer ausgesprochen heftigen Spinnenphobie demonstriert, die in großem Lachen beim Gedanken an eine Spinne mündete. Und genau diese Technik kann man auch gegen Lernblockaden und Prüfungsangst einsetzen.

Da jubilierte ich innerlich, denn das gibt mir in meinem speziellen Coaching ja eine ganz neue Dimension des Arbeitens.

Kannte ich schon vorher sehr gute Techniken gegen Blockaden und Prüfungsangst (siehe auch hier: https://holz-lerncoach.de/lerncoaching/) , so ist jetzt ein Megawerkzeug dazu gekommen. Prüfungen, ihr könnt kommen, die Prüfungsangst hat keine Chance mehr!

 

Meine persönliche Erfahrung

Wir haben uns gefühlt unendlich oft gegenseitig hypnotisiert. Erst nur einfache Techniken, um diese in unsere Gehirne einzuschleifen, dann lernten wir  immer komplexere Techniken.

Ziemlich am Ende habe ich eine Mitteilnehmerin gebeten, etwas gegen meine ausgesprochene Schokoladenfrustfresserei zu machen.

Es ist erst einen Tag her, weswegen ich dazu noch nicht sooo viel sagen kann. Fakt ist: ich hatte heute noch nicht ein Mal Hunger auf Schokolade, was für mich extrem ungewöhnlich ist. Und bei dem Gedanken an Schokolade reagiert mein Körper so ganz anders als noch gestern früh. Kein spontanes Verlangen, kein Drang in die Küche zu laufen um Schokolade zu besorgen.

Und all die Techniken, die wir gestern gelernt haben, kann ich ohne Weiteres auch als Selbsthypnose anwenden. Sollte also doch noch einmal eine Situation auftauchen, die meinen Schokoladenhunger auslöst, dann weiß ich jetzt, wie ich damit umgehen kann.

 

Fazit

Am letzten Wochenende habe ich etwas gelernt, das ich für mich UND für meine Coachees nutzen kann, um uns glücklicher zu machen (meine Familie schicke ich lieber zu einem anderen Hypnotiseur, das ist wie unterrichten: lass die Finger von den eigenen Kindern).

Außerdem weiß ich jetzt noch mehr über die Macht der Worte, und wie ich sie auch im Alltag gut einsetzen kann.

Denn wie sagt Alexander: „Wir können nicht nicht hypnotisieren!

Und das gilt für JEDEN Menschen. Insbesondere gegenüber den Menschen, denen wir wichtig sind.

 

Ich wünsche euch noch eine schöne Woche, wählt eure Worte mit Bedacht, denn sie haben eine riesige Macht.

Eure Daniela

Eine Antwort

  1. Die Zukunft liegt in der „Gedankenhygiene“ und der Aufklärung darüber, wie du das Ruder der Verhaltenssteuerung deiner Fremdsteuerung über Familie, Organisationen, Vorbilder, Freunde, Journalismus+Autoren+Werbung, selbst in die Hand bekomnst. Meine Theorie. Sich auf den Weg zu seinem Inneren machen, erzeugt besseres Verstehen im Außen. Und jeder hat ganz am Schluss dieselben Erkenntnisse: Liebe und akzeptiere dich, wie auch deine Nächsten, dann kann alles gut werden. Helfet selbstlos einander. Ich glaube, „richtige“ Hypnose ist mediale, also selbstlose. Ich freue mich sehr für deine schönen Erfahrungen. Ich bin leider einem Neuling der Hypnose begegnet. Ohne mich vorzuwarnen, fing er während einer Hypnosesitzung an mit Provokationstherapie. Es sollte wenige Standards geben, damit jeder die einzuhalten schafft. Würde gerne „gute“ Hypnose kennenlernen. Bisher gehe ich den Selbsterkenntnisweg mit Selbsthypnosetools, wie Yager-Code. Allen wünsche ich ausreichend Liebe. Das ist es, was das Leben am schönsten macht, und geistig satt😎 LG von Marie😁

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